Grundlagen der Pferdefütterung – Basis-Reihe

von Mareike Heil
Grundlagen Pferdefütterung Pferd Weide

Die Fütterung des Pferdes legt, neben weiteren Faktoren, einen Teil der Basis für ein nachhaltig gesundes Pferd. Wird dieser Punkt missachtet, oder nur zurückhaltend behandelt, kann es langfristige Folgen für die Gesundheit unseres Pferdes haben, angefangen bei Leistungseinbußen bis hin zu schwereren Erkrankungen wie Magengeschwüre oder Hufrehe. Mithilfe einer ausgewogenen und individuellen Ernährung schaffen wir hingegen die Grundlage für ein langfristig gesundes, kraftvolles und leistungsfähiges Pferd – bis ins hohe Alter. Und mal ehrlich: Wer will das nicht? Daher erfährst du nun wie die Grundlagen einer ausgewogenen Pferdefütterung aussehen, warum „ausgewogen“ und „individuell“ hier die zwei Powerwörter sind, und wie du ganz selbstbewusst die Fütterung deines Pferdes allein managen kannst.

Darauf kommt es an! Die Grundlagen

Na, woran denkst du bei den Grundlagen der Pferdefütterung? Vermutlich an die Grundzutaten: Heu. Kraftfutter. Möhre. Tatsächlich geht es mir aber gerade um einen anderen Punkt: Woran erkennen wir, was unser Pferd gerne essen möchte? Woran machen wir fest, wie viel es mag? Und vor allem wie viel es darf, ohne zu dick oder zu dünn zu werden? Schließlich ist unser Ziel langfristige, nachhaltige Gesundheit für unser Pferd. Da zählt Speck auf den Rippen oder ein hervorstehendes Skelett eindeutig nicht dazu. Es soll gut bemuskelt, wohl geformt und für seine Verhältnisse athletisch aussehen – auch wenn ein Kalti eindeutig anders athletisch aussieht als ein Araber. Das Fell soll im Sonnenlicht glänzen, das Langhaar nicht strubbelig abgescheuert sein. Die Hufe sehen stabil und anpassungsfähig aus, in der Lage jeglichen Bodeneinfluss abzufangen, jede Witterung auszuhalten. Also was braucht man dafür?

Generell sollte eine Fütterung individuell angepasst sein. Das heißt, dass sie je nach Pferdetyp, Alter, Nutzung und Bedürfnissen ausgerichtet ist. Was bedeutet das?

Welchen Pferdetyp hast du?

In kürze: Pferde unterscheiden sich vom Typ nicht nur als Warmblut, Kaltblut, Vollblut oder Pony, es gibt auch noch differenziertere Unterteilungen, welche den evolutionären Ursprung bedenken. Mag es eher aus der Steppe oder Hochebenen stammen oder in dichtem Laubwald umher gewandert sein? Nicht jede Pferderasse entstammt der Wüste oder Steppengegenden. Manche sind auch echte Waldtiere. Das auszuführen würde hier aber zu weit gehen. Für dich kannst du einfach mal schauen, was dein Pferd so hergibt: Ist es eher langbeinig und agil oder kurzbeinig und stabil? Ist es eher rund-rippig (nicht fett)? Dann braucht vermutlich lange um satt zu werden, in so einen Rumpf geht schließlich viel rein. Dafür wird es schneller dick, denn um satt zu werden bräuchte es viel Blattmasse mit wenig Energie. Das haben wir nur leider kaum auf unseren Weiden. Oder ist dein Pferd eher schmal-rippig (nicht zu dünn!)? Dann wird es schneller satt und daher nicht so schnell dick. Ist es flauschig, zottelig mit starkem Fellwechsel (bestimmte Proteine werden hier mehr benötigt) oder kurzhaarig, glatt mit minimalem Fellwechsel?

Finde es heraus! Beobachte, Betaste, Fühle, Recherchiere. Was für ein Typ ist dein Pferd?

Das Alter und die Fütterung

Dann das Alter. Ein Fohlen braucht eine andere Ernährung als ein Seniorenpferd. Ein Jungpferd etwas anderes als ein Pferd „im besten Alter“. Ein Seniorenpferd benötigt zum Beispiel mehr Mineralien und Vitamine, weil es diese schlechter aufnehmen kann. Gleichzeitig arbeitet der Stoffwechsel oft langsamer. Wobei es besonders im Winter zu einem plötzlichen Körpermasseverlust kommen kann, welcher, je älter das Pferd, desto schwieriger wieder an zu füttern und trainieren ist. Somit ist viel Fingerspitzengefühl gefragt. Andererseits hat ein Jungpferd, welches im Wachstum und je nach Alter bereits im leichten Training ist, ebenfalls einen (manchmal phasenweise) höheren Bedarf an allem: Energie, Proteine, Mineralien, etc. 

Frage dich also in welcher Lebensphase dein Pferd ist und was damit einhergehen könnte.

Mehr zum Thema altes Pferd im Winter findest du in einem Sonderkapitel in unserem ebook. Es ist an sich aber für Pferde jeglichen Alters gedacht.

Die Nutzung des Pferdes

Die meisten Pferde, mit Hinblick auf den (ambitionierten) Freizeitbereich, werden nicht ausreichend belastet, dafür aber inadäquat ernährt. Aufgrund der Zusammensetzung unseres Grases und den Verleitungen der Futtermittelindustrie für uns Menschen ansprechendes Pferdefutter zu produzieren, was kein Pferd braucht, gepaart mit der gleichzeitigen Unwissenheit vieler Pferdebesitzer:innen, werden viele Pferde schlicht überfüttert. Daher stell dir die Frage: Wie viel bewegt sich mein Pferd wirklich am Tag? Wird es so wenig bewegt, dass eine Fütterung im Erhaltungsbedarf ausreicht oder braucht es das Müsli / Mash aufgrund seines Typs oder des Trainings? Sind die 24/7 Heu wirklich gut für mein Pferd oder wäre eine sinnvolle Rationierung ohne große Fresspausen vielleicht besser für seine Gesundheit? Was mache ich wirklich mit meinem Pferd und wie viel bewegt es sich, wenn ich nicht da bin?

Zahlen und Fakten – Idealgewicht, Appetitsgrenzen, Uhrzeiten

Deine Aufgabe: Beobachte dein Pferd! Wie oft gehen wir in den Stall, sagen Hallo, holen unser Pferd – ganz gleich welche Uhrzeit, muss schließlich in unseren Tagesplan passen – und bewegen es eine Runde. Danach geht’s wieder ab in die Box oder den Offenstall und wir misten vielleicht noch gedankenverloren, während wir an den nächsten Arbeitstag, das gestrige Gespräch mit jemanden, den Einkauf, oder sonst was denken. Aber mal ehrlich, wann hast du das letzte Mal für eine längere Zeit – ohne Handy in der Hand – dein Pferd beobachtet? Ist bei mir auch schon ein Weilchen her …

Genau das hilft dir aber bei der Fütterung. So kannst du zum Beispiel messen, wie viel dein Pferd fressen muss (an Heu in Kilogramm) bis es satt ist. Satt sein ist wichtig für den Körper und für den Geist. Nicht satt sein bedeutet Dauerstress! Satt sein und dennoch dick werden bedeutet, da muss was am Raufutter oder an der Bewegung geändert werden. Du kannst außerdem herausfinden, wann dein Pferd frisst. Hat es feste Uhrzeiten? Frisst es nur mit einem bestimmten Kumpel? Änderungen in diesen Fressgewohnheiten können auf Krankheiten hindeuten oder frühzeitig eine Kolik ankündigen.

Zuletzt wäre da noch das Gewicht und der Body Condition Score (BCS). Mit diesen beiden Parametern kannst du erkennen, ob dein Pferd zu dünn, normalgewichtig oder zu dick ist und ob sich etwas an der Körpermasse verändert (hat). So brauchst du nicht nach Gefühl arbeiten und lange überlegen: Hat mein Pferd nun zugenommen oder nicht? Hat es Muskeln abgebaut oder kommt es mir nur so vor? Es sind rationale Messwerte, die abseits vom Gefühl Sicherheit bieten. Gute Fotos von der Seite tun das übrigens auch.

Zum Thema Futter Check-Up, Gewicht & BCS bestimmen gibt es ebenfalls ein eBook von uns. Mit genauen Details und vielen Erklärungen.                                                                                        

Welche Bedürfnisse hat mein Pferd beim Futter?

Hier fallen nun alle oben genannten Punkte zusammen. Welche Bedürfnisse ergeben sich aus dem Typ, dem Alter und der Nutzung meines Pferdes? Ist meine aktuelle Fütterung bereits ganz gut angepasst oder kann ich etwas optimieren? Fallen meine Trainingszeiten in Ausnahmen oder immer in die Fress- oder Ruhezeiten meines Pferdes? (Ups unnötiger Stress!)

So individuell kann die Fütterung deines Pferdes sein und sollte sie auch, denn kein Pferd ist gleich. Eine Fütterung nach Faustregeln mag vielleicht funktionieren, aber dem Pferd gerecht werden tut sie nicht wirklich.

Die Grundzutaten des Pferdefutters

Um das Ziel eines nachhaltig gesunden Pferdes zu erreichen benötigt man beim Faktor Ernährung nicht nur die Grundlagen, um eine individuelle Fütterung zu erreichen, sondern auch einen Überblick über die Grundzutaten. Was ist also unsere Futterbasis?

Rohfaser & Raufutter – ähnlich aber nicht gleich

Mir passiert es hin und wieder, dass ich diese beiden Wort miteinander verwechsel: Rohfaser und Raufutter. Also nochmal eine Erklärung für dich und mich und warum das so wichtige Komponenten sind!

Ein Pferd benötigt allem voran rohfaserreiches Raufutter (ha! :D) als Grundfutter. Alles andere kommt danach, denn als sich langsam und grasend fortbewegendes Tier ist das nun mal die Essenz des perfekten Futters. Da freut sich das Pferd und die Darmbakterien ebenfalls. Das Problem ist leider, dass unser heutiges Gras nicht mehr wirklich rohfaserreich ist. Aber Moment. Kurze Worterklärung:

ROHFASER: Der Anteil an Pflanzenfasermaterial, welcher zur Zellwand gehört, und letztendlich abzüglich der Glucose, Proteine und Fette unter anderem als Cellulose noch übrig bleibt. Beispiel: Eine Gräsersorte mit wenig „Energie“, dafür aber hohem Anteil an Rohfaser ist Knaulgras (Frag deine Suchmaschine danach, die hat Bilder davon 😉 )

RAUFUTTER: Alle Nahrungsanteile im Pferdefutter, welche viel Rohfaser enthalten. Heu, Stroh, Laub, Geäst; in der Theorie auch Gras, obwohl dies klassisch als Saftfutter eingeordnet wird, aufgrund des Wasseranteils und weil die weitverbreiteten heutigen Gräser wirklich mehr Wasser und Zucker als Raufaser sind.

Was bedeutet das?

Also: Unser heutiges Gras ist aufgrund von Züchtungen nicht mehr so rohfaserreich, wie noch vor einigen Jahrzehnten. Dafür aber energiereicher geworden. Gleichzeitig sind viele Pferdeweiden stark überweidet (kürzer als Golfplatzrasen-Weiden), wo die Pferde in der Weidesaison keine nennenswerte Menge an Rohfaser aufnehmen können. Rohfaser ist aber ein wichtiger Bestandteil eines ausgewogenen Pferdefutters, denn sie führt zu Sättigung, beschäftigt den Darm mit seinen Mikroben auf eine natürliche Art und Weise und führt mit geringerem Energiegehalt nicht zu Erkrankungen wie Insulinresistenz oder EMS, welche maßgeblich durch den Gehalt an Zucker im Futter beeinflusst werden.

Mit Blick auf den Pferdetyp: Manche Pferdetypen – insbesondere die schmaleren, hochgewachsenen, wenig befellten – kommen recht gut mit energiereichen Raufutter mit weniger Rohfaser aus, aber andere Pferdetypen  – insbesondere die runderen, kurzen, kräftigen, stark behaarten – kommen damit sehr schlecht zurecht. Dennoch wäre es für beide Typen ideal ein Heu oder Gras zur Verfügung zu haben, welches einen mittleren bis hohen Rohfasergehalt aufweist, gemeinsam mit einer vielfältigen – ausgewogenen! – Zusammensetzung an Gräsern und Kräutern. Diese Vielfalt fördert eine gesunde Darmflora und ein gesundes Pferd.

Kurzer Hinweis Zähne & Raufutter:
Die Zähne des Pferdes sind anatomisch darauf ausgelegt immer gleichmäßig mahlend abgenutzt zu werden. Härtere Gräser mit höherem Raufaseranteil führen zu einer besseren Abnutzung, wohingehen unsere modernen eher weichen Gräser zu einer geringeren oder fälschlichen Abnutzung führen. Neben der individuellen Kiefer- und Zahnstellung beeinflusst dies die Struktur der Zähne, welche somit in regelmäßigen Abständen auf Haken oder Wellen kontrolliert werden müssen.

Raufutterzusatz? Stroh & Geäst

Neben Heu bzw. Gras gibt es noch weitere Raufutterarten, welche man in die Ration seines Pferdes einbauen kann. So gewinnt man wiederum an Vielfalt, kann bei den rund-haarigen gut mit weniger Energie gegensteuern und bietet Beschäftigung. Hierzu zählen Stroh, Laub und Geäst.

Beim Stroh muss man etwas vorsichtig sein, damit das Pferd nicht zu viel bekommt und eine Verstopfungskolik entwickelt. Daher sollten maximal 2 Kilogramm pro Tag verfüttert werden und das Pferd, falls es Stroh noch nicht kennt, langsam daran gewöhnt werden. Dabei kommen Weizenstroh, Gerstenstroh oder Haferstroh in Frage, wobei es egal ist welches verfüttert wird. Meine Ponys fressen am liebsten Weizenstroh.

Laub und Geäst bietet eine willkommene Abwechslung und kann sowohl zu Energieeinsparungen (Top Tipp für Pummelpferde), als auch zur Überbrückung von Fresspausen sinnvoll sein. Das Knabbern an den Ästen und Abzupfen des Laubs bereitet vielen Pferden Freude und so kann man den Futterplan sinnvoll ergänzen. Aber vorsicht bei Giftpflanzen und ebenfalls kein Grünschnitt verfüttern! Regel: Füttere nur was du identifizieren kannst!

Braucht mein Pferd Mineralfutter?

Ein individuell und ausgewogen ernährtes Pferd benötigt vermutlich zusätzlich ein Mineralfutter. Ein Mineralfutter enthält alle nötigen Mineralien, Spurenelemente und Vitamine. Falls du ganz genau wissen möchtest, ob dein Pferd so einen Zusatz benötigt, kannst du das über einen Vergleich des Blutbilds mit einer Heuanalyse herausfinden (das macht aber am besten ein Profi!). Ein Mineralfutter wird allgemein benötigt, da kaum eine ausreichende Mineralisierung durch unser Futter zu erreichen ist: Es gibt zu wenig Varianz in den Gräsern und Bodenverhältnissen (die Mineralstoffen müssen ja irgendwo her kommen). Somit ist es sinnvoll ein passendes Mineralfutter für ein Pferd zu finden.

Übrigens: Auch Seniorenmineralfutter haben ihre Berechtigung, da ältere Pferde Mineralien schlechter aufnehmen und verwerten können, weshalb der Bedarf größer wird. Um Mängel zu vermeiden, kann man hier auf Spezialfutter zurückgreifen.

Braucht mein Pferd Kraftfutter?

Als Kraftfutter zählen energie- und proteinreiche Futterzusätze außerhalb des Raufutterbereichs, zum Beispiel Einzelgetreide wie Hafer, Mais, Leinsamen, Sojaschrot, Weizenkleie, oder Müslis. Inzwischen gibt es auch Strukturmüslis mit höherem Faseranteil oder Mashs, welche eigentlich eher als Rekonvaleszenzfutter zum Beispiel bei Magenproblemen oder nach einer Kolik gedacht sind. Auch gibt es diverse Cobs-Varianten, welche zum Beispiel aus Luzernefaser bestehen und ebenfalls mehr Protein beinhalten.

Ein Kraftfutter ist grundsätzlich dazu gedacht, einen durch das Raufutter nicht zu deckenden Bedarf an Energie oder Protein zu beheben. Da sowas bei Freizeitpferden eher selten vorkommt, benötigen die meisten Pferde kein Kraftfutter. Dennoch ist auch dies vom Raufutter und Pferd abhängig. Pauschal ist hier aber auch weniger mehr und eine genaue Aussage kann nur mittels ausführlicher Rationsberechnung erfolgen.

Welches Futter braucht nun mein Pferd?

Wie du nun weißt, gibt es einiges bei der Pferdefütterung zu beachten und es ist mit „nach Augenmaß“ eindeutig nicht getan. Wenn das Ziel ein durch alle Jahre hindurch nachhaltig gesundes Pferd ist, ist der Punkt Pferdeernährung definitiv einer der essentiellen Stellschrauben. Hiermit kannst du langfristig auf den Organismus einwirken und ihn ausreichend ernähren, mit allem was er braucht. So kannst du mögliche Mängel oder Überfütterung ausschließen und vermeidest die damit verbundenen Erkrankungen. Um nun wegzukommen von der Fütterung nach Augenmaß und die oben genannten Grundlagen der Pferdefütterung umzusetzen, ist die ausführliche Beobachtung deines Pferdes mit anschließender Rationsberechnung nötig. Hast du diese beiden Punkte abgehakt, kannst du ganz selbstbewusst mit deiner Pferdefütterung umgehen und weißt immer Bescheid, was dein Pferd wirklich braucht und warum, und was einfach nur nett als Snack zwischendurch ist.

Wie lerne ich Rationsberechnung?

Die Rationsberechnung für ein Pferd ist kein Hexenwerk, schwieriger wird es nur in der Umsetzung insbesondere in großen Offenställen, da dort die Heurationierung erschwert wird. Mit reichlich Kommunikation lässt sich dieses Thema aber garantiert meistern. Nun zurück: Wie mache ich so eine Rationsberechnung? Es gibt zwei Möglichkeiten:

1.     Du lernst es selbst

2.     Du lässt es vom Profi machen

Zu 1. : Wenn du es selbst angehen möchtest, kannst du dir als erste Orientierung und Starthilfe unser eBook herunterladen. Dort findest du viele Tipps für den Start und kannst einiges schon selbst berechnen. Für eine ausführliche und komplette Rationsberechnung gibt es diverse Onlinekurse im Web, die zumeist auch gar nicht so teuer sind. Und wenn du planst, dein Pferd noch für die nächsten 100 Jahre zu behalten, ist durchaus eine größere Investition in dein Wissen und die Gesundheit deines Pferdes von Vorteil. Einmal erlernt hast du zudem alles beisammen.

Zu 2.: Falls du es nicht selbst angehen möchtest, gibt es viele Profis (Pferdetherapeut:innen, Pferdefütterungsberater:innen, etc.), die dir zur Seite stehen und dich bei der Fütterung deines Pferdes unterstützen und beraten. Es ist vollkommen in Ordnung es nicht selbst zu lernen und mit einem / einer kompetenten Berater:in an der Seite, lassen sich Fragen und Probleme auch in der Zukunft schnell lösen. So musst du nicht alles selbst recherchieren.

Super Fortbilden kann man sich zum Beispiel beim TWI (Tierwissenschaftliches Institut Röhm).

Fazit:

Allgemein, denke ich, sollte jede:r Pferdebesitzer:in die Grundlagen der Pferdefütterung beherrschen und etwas Futtermittelkunde haben. Am besten lernt man sowas in einem Kurs oder über ein ausführliches Buch. Wenn es beginnt in die Details zu gehen mit “Welches Müsli von welcher Marke passt haargenau zu meinem Pferd?” etc. dann sollte man wirklich einen Profi fragen, denn nur diese haben das Marktwissen und detailliertes Wissen über alle Futtermittel. Wenn es dir aber nur darum geht, dass dein Freizeitpferd gut ausgestattet ist, reicht es für gewöhnlich einen Überblick über Energie und Proteingehalt zu haben, zu wissen wie viel es braucht, um satt zu werden und wie viel es darf ohne Fett zu werden. Mit diesen Werten kannst du dir auch dein Kraftfutter heraussuchen und ggf. mit Hafer beginnen. Sollte dein Pferd Vorerkrankungen haben, lohnt es sich immer begleitend einen Profi dabei zu haben.

Eine angepasste, ausgewogene und individuelle Ernährung bildet einen Grundstein für präventive Maßnahmen. Nur mit diesem Baustein eingeschlossen, kannst du eine nachhaltige Gesundheit für dein Pferd aufbauen. Denn egal ob abnehmen oder zunehmen, Muskelaufbau oder Erhalt: Es muss zu Beginn immer eine Rationsbilanzierung erfolgen. Alles andere ist Fütterung im Blindflug und mag zwar kurzfristig funktionieren, aber für eine langfristige Gesunderhaltung ist es nicht förderlich. Schließlich beeinflussen unsere alltäglichen Routinen unsere langfristige Gesundheit, nicht was wir hin und wieder tun. Sowohl beim Pferd, als auch beim Menschen.  

Hier geht es weiter mit den Grundlagen des gesunden Pferdetrainings.

You may also like

Kommentar schreiben